Forschungsverbund Gemeinschaftsnutzung

Gemeinschaftsnutzungsstrategien als Faktor für Stabilisierung und nachhaltige Entwicklung in ländlichen Räumen Brandenburgs

Ziele und Arbeitsweise des Forschungsprojektes Gemeinschaftsnutzung

Das Projekt hat das Ziel, innovative Ansätze gemeinschaftlicher Nutzung aufzugreifen und als zukunftsfähige Elemente lokalen Handelns und Gestaltens zu untersuchen und zu fördern. Der Untersuchungsansatz, der sozio-ökonomische, ökologische, kulturelle sowie politisch-administrative und rechtliche Fragestellungen beinhaltet, wird in fünf Teilprojekten, der Implementations-, Umwelt-, Beschäftigungs-, Bildungs- und Kooperationsforschung, umgesetzt. Das Forschungsvorhaben erfordert neben dieser interdisziplinären auch eine transdisziplinäre Herangehensweise, da die zukunftsfähige Entwicklung der ländlichen Gebiete das Wissen, die Erfahrung und das Engagement der Menschen vor Ort braucht. Daher arbeitet der Forschungsverbund eng mit Anbieter/innen und Nutzer/innen der Gemeinschaftsnutzungseinrichtungen sowie Vertreter/innen der Kommunal- und Landespolitik und -verwaltung zusammen. Der gegenseitige Austausch wird durch Gespräche vor Ort, gemeinsame Veranstaltungen und Expert/innenworkshops ermöglicht. Der Ablauf des Projekts gliedert sich in drei Phasen. In der Bestandsaufnahme werden zunächst die bestehenden Gemeinschaftsnutzungseinrichtungen erfasst. Die zweite Phase beinhaltet die vertiefende Analyse der Strukturen, Potenziale, Bedarfe und Defizite von etwa 10 ausgewählten Referenzprojekten. In der dritten Phase werden die im Forschungsverbund gemeinsam erarbeiteten Optimierungskonzepte an einzelnen Modellprojekten erprobt und überprüft. Als Ergebnis des Gesamtprozesses werden Aussagen darüber erwartet, ob Gemeinschaftsnutzungseinrichtungen einen Stabilisierungsfaktor für nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum darstellen, indem sie neue Beschäftigungsperspektiven bieten, eine ressourcenschonende Versorgung ermöglichen oder die lokale Infrastruktur verbessern. Daneben sollen die Gemeinsamkeiten der im Land Brandenburg existierenden Einrichtungen identifiziert werden, beispielsweise in Bezug auf ihre Zielrichtungen, Bedürfnisse und Probleme. Auf der Grundlage der Ergebnisse der einzelnen Teilprojekte wird ein Optimierungskonzept für Gemeinschaftsnutzungseinrichtungen erarbeitet, mit dem unter anderem der Grad der Vernetzung der verschiedenen Einrichtungen auf materieller, inhaltlicher und organisatorischer Ebene gestärkt werden soll.

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