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In dem Forschungs- und Entwicklungsvorhaben Innovationsagentur nachhaltiges Wirtschaften (INW) wird als neues Dienstleistungsangebot der Verbraucherzentrale NRW eine Agentur aufgebaut, die als Drehscheibe zukunftsfähigen Anbieter- und Nachfragerverhaltens in der Modellregion Dortmund / Kreis Unna / Hamm agiert. Partner in dem Verbundprojekt sind das Sekretariat für Zukunftsforschung in Dortmund und die Verbraucherzentrale NRW. Von der INW sollen insbesondere die Verbreitungspotenziale neuer Nutzungsstrategien für Produkte (Mieten, Leihen, Tauschen, Teilen und Reparieren) und daran anknüpfende Dienstleistungen eruiert und nach Möglichkeit ausgeschöpft werden. Die INW forciert mit einem Bündel von Maßnahmen auf der Anbieter- und der Nachfragerseite innovative Aktivitäten und Umsetzungsformen nachhaltigen Wirtschaftens. Es wird eine Datenbank aufgebaut, in der alle Produkte und Anbieter neuer Nutzungsstrategien aufgenommen werden. Weitere Instrumente sind eine Marketingkampagne, eine konzertierte Aktion, Pilotprojekte und Innovationsforen. Durch Einbettung einer Vielzahl von Kooperationspartnern in der Region soll das Vorhaben auf eine breite Basis gestellt werden. Wissenschaftlicher Partner ist das Sekretariat für Zukunftsforschung (SFZ) in Dortmund. Schwerpunkte der Forschung sind Umfragen bei Anbietern und Verbrauchern, Wirkungsanalysen zu den Angeboten, die Organisationsform der INW und die Erschließung der Region.
Im Modellgebiet Dortmund / Kreis Unna / Hamm sollen durch die Ansiedlung einer Innovationsagentur Nachhaltiges Wirtschaften (INW) in Dortmund in Zusammenarbeit mit den fünf örtlichen Beratungsstellen (BS) der Verbraucher-Zentrale NRW in Dortmund, Kamen, Hamm, Unna und Lünen die Potenziale neuer Nutzungsstrategien insbesondere in den folgenden drei Handlungsfeldern ausgeschöpft werden:
Mit der INW soll ein zukunftsfähiges Angebots-, Konsum- und Freizeitverhalten ermöglicht und gefördert werden. Die Anbieterseite (Hersteller, Handel, Dienstleister, Handwerk sowie Anbieterverbände und Wirtschaftsförderung) wird zur Mitwirkung angeregt, um das nutzenorientierte Angebot auszubauen. Dabei werden Pilotprojekte angestoßen und ggf. unterstützt, die beispielhaften Charakter haben.
Auf der Nachfrageseite werden bestehende und neue Angebote mittels zu entwickelnder zielgruppenspezifischer Kommunikationsstrategien bekannt gemacht, um das Konsumentenverhalten entsprechend zu erweitern. Mit Maßnahmen der Verbraucherorganisierung werden Nutzergemeinschaften initiiert und gefördert.
In einer zu initiierenden konzertierten Aktion werden möglichst viele regionale Partner (u. a. die Gebietskörperschaften, Abfallgesellschaften, Verbände, Kirchengemeinden, Wohnungsbaugesellschaften) zu eigenständigen Aktivitäten im Innovationsbereich neuer Nutzungsstrategien angeregt, um das Thema breit bekannt zu machen.
Laufzeit: 01.10.2002 - 30.09.2005