
Ziel des interdisziplinären Forschungsprojektes „ZUSOMO – Zukunftsfähige sozialinnovative Mobilität" ist es, Hemmnisse und Möglichkeiten einer sozialinnovativen und umweltfreundlichen Mobilität am Beispiel des CarSharing zu untersuchen, um praktische Vorschläge zur sozialen Verbreiterung der Nutzergruppen in der ausgewählten Solitärstadt Münster und seiner Umlandregion zu entwickeln.
Obwohl die Nutzerzahlen des CarSharing in den letzten Jahren gestiegen sind, ist es bislang noch nicht gelungen, breitere Gruppen in der BevÖlkerung für das Autoteilen anzusprechen. Das CarSharing repräsentiert nach wie vor – trotz seiner bisherigen Anstrengungen, ein attraktives Angebot zu schaffen – überwiegend eine ganz spezielle soziokulturelle Nische (Mittelschichtsangehörige, „Umweltbewusste“, Sozial- und Kulturberufe).
Während der zweijährigen Laufzeit wird das Forschungsprojekt ZUSOMO zunächst eine quantitative und qualitative Analyse der Mobilitätsstile und des Mobilitätsverhaltens von Personengruppen in der Untersuchungsregion vornehmen, die bisher nicht vom CarSharing erfolgreich angesprochen werden konnten. Basierend auf diesen Ergebnissen und auf der Grundlage von Experteninterviews (Mobilitätsanbieter) werden unter Einbeziehung der Praxispartner modellhaft Strategien zur stärkeren sozialen Öffnung der Nutzergruppen alternative Mobilitätskonzepte
erarbeitet. Dabei stehen einerseits die Identifizierung und Konzeptionalisierung geeigneter gruppenspezifischer Kommunikationsangebote im Mittelpunkt, um bestehende soziale und kulturelle Barrieren auf der potenziellen Nachfrageseite abbauen zu können.
Andererseits werden Vorschläge entwickelt, um zielgruppenspezifische Bedürfnisse beim Auf- und Ausbau von Angebotsstrukturen im CarSharing-Bereich besser berücksichtigen zu können. Die Konstituierung eines horizontalen Mobilitätsnetzwerkes soll die Synergieeffekte der einzelnen Mobilitätsdienstleister maximieren und neue Kooperationen im Sinne eines integrierten Konzeptes nachhaltiger regionaler Mobilität anstiften.
Zum Abschluss des Projektes werden die Ergebnisse der Untersuchung im Rahmen einer bundesweiten Mobilitätskonferenz mit Verkehrsexperten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik vorgestellt.
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