| Nachhaltiges Wirtschaften, damit
künftige Generationen gleiche Entfaltungschancen haben wie die
jetzt lebende, habe ich zu einem Leitmotiv meiner Forschungspolitik
gemacht. Forschungspolitik ist als Zukunftspolitik besonders
gefordert, auf eine nachhaltige Entwicklung hinzuwirken. Innovative
Technologien machen ökologisch effizientes Wirtschaften möglich.
Soziale Innovationen werden gefördert, indem Wissenschaftler
zukunftsfähige Leitbilder für Wohlstand, Arbeit und Zusammenleben
entwickeln. Das erfordert einen neuen Typ transdisziplinärer
Forschung, die über Disziplinengrenzen hinweg und mit Akteuren aus
der gesellschaftlichen Praxis zusammenarbeitet. Mit dem neuen
Förderschwerpunkt "Sozial-ökologische Forschung" habe
ich dafür ein Experimentierfeld eröffnet. Gerade auf der
regionalen Ebene gibt es zahlreiche Initiativen und Pioniere, die
soziale Innovationen ausprobieren. Regionale Netzwerke für ein
Stoffstrommanagement über die Unternehmensgrenzen hinaus, Ansätze
für eine Ernährung mit regionalen Produkten oder
Bedürfnisbefriedigung aufbauend auf regionalen Traditionen und
Potentialen sind Beispiele für solche Initiativen. In der
Fördermaßnahme "Regionale Modellprojekte für nachhaltiges
Wirtschaften" des BMBF werden 16 solcher Pioniere
wissenschaftlich unterstützt.
Ich will erreichen, dass sich diese
Ansätze in Deutschland vernetzen, aber auch von internationalen
Erfahrungen profitieren und in diese einspeisen. Zugleich locken wir
die Wissenschaftler aus dem Elfenbeinturm jeweils begrenzten
Fachwissens. Ökologen, Wirtschaftswissenschaftler, Soziologen,
Ingenieure sollen ihre Fähigkeiten in die konkrete regionale
Aufgabe einbringen, um gemeinsam einen vorsorgenden Umgang mit der
Natur und den Menschen zu erreichen.
Ich wünsche den Projekten viel
Erfolg in der eigenen Region - und vor allem viele Interessenten und
Nachahmer!
Text von Edelgard Bulmahn für das Projekt, erschienen in
PilotRegion Nr. 1, Pressedienst der Förderinitiative (zu beziehen
über das ISOE)
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