CuRa

Fraunhofer Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung

Die Initiative CuRa (Cooperation für umweltschonenden Ressourcenaustausch) des Fraunhofer-Instituts ISI und der IBI - Gesellschaft für Innovationsforschung und -beratung mbH in Düsseldorf mit ihren Partnern Türschmann, Driesen und Partner Ökologische Wirtschaftsberatung GmbH (TD) in Erkrath und dem Institut für Technik der Betriebsführung (itb) in Karlsruhe gibt den Anstoß zu einer solchen regionalen Unternehmensvernetzung. Für die Technologieregion Karlsruhe und die Region Mittleres Ruhrgebiet, analysieren die Einrichtungen die Potentiale der Stoffstromvernetzung und bereiten konkrete Unternehmensvernetzungen vor. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in seinem Förderschwerpunkt "Modellprojekte für nachhaltiges Wirtschaften" finanziell gefördert.

 Zum Zeitpunkt der Bewilligung hatten bereits rund zwanzig Unternehmen sowie weitere kommunale regionale Partner ihre Beteiligung am Projekt zugesagt. Ausgehend von Stoffströmen mit regionaler Bedeutung werden zunächst die Gestaltungsoptionen für ein überbetriebliches Stoffstrom-Management offengelegt. Darüber hinaus werden konkrete Beispiele beschrieben sowie Anreizmechanismen und Hemmnisse der zwischenbetrieblichen bzw. regionalen Stoffstromverwertung analysiert. Weiter soll untersucht werden, ob sich durch eine Veränderung in der Wertschöpfungskette neue Möglichkeiten der Ressourceneffizienz erschließen lassen. Bei der Umsetzung sind dann industrielle wie kommunale Partner und regionale Wirtschaftsorganisationen gefordert.

 In der Technologieregion Karlsruhe wurde zunächst an die zwischenbetriebliche Verwertung gebrauchter Strahlsande gedacht oder an die Biogaserzeugung aus organischen Abfällen. In beiden Fällen würden nicht nur die zu entsorgenden Stoffströme reduziert, sondern auch der Bezug von Rohstoffen und Energie. Vor dem Hintergrund der Industriestruktur im mittleren Ruhrgebiet konzentrieren sich die Projektteams voraussichtlich auf Eisen-/Stahlabfälle, metallurgische Schlacken, Holzabfälle, Gießerei- und Papierabfälle.

 Ein weiterer innovativer Ansatz der Unternehmensvernetzung ist die sogenannte "Dematerialisierung" von Stoffströmen beispielsweise bei der Herstellung von Büchern, Zeitungen oder Zeitschriften. Die Veröffentlichungen werden dabei nicht in einem Lager vorgehalten, sondern erst bei tatsächlicher Nachfrage gedruckt und ausgeliefert oder gar elektronisch übermittelt. Ziel: Die Verringerung des Verkehrsaufkommens. Ein weiterer interessanter Nebeneffekt: Die "Auflage" ist niemals vergriffen; Sie wird immer neu gedruckt.

 Aus den Erfahrungen erarbeiten die Wissenschaftler einen praxisorientierten Leitfaden, der anderen interessierten Unternehmen, regionalen Organisationen oder Kommunen zur Verfügung gestellt wird.

 

 
Suche Inhalt News Regionen-
karte
Modell-
projekte
Synthese-
projekt
Nachhaltiges
Wirtschaften
Home

    copyright by ISOE
Webmaster: krautter@isoe.de
Stand: 06.03.03