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Im Laufe des Projekts hat sich die Einsicht durchgesetzt, daß die
Beteiligung der Unternehmen im Wesentlichen nur über
Kosten-Nutzen-Argumente forciert werden kann. Soziale und ökologische Ziele
einer nachhaltigen Entwicklung und mit ihnen verbundene Nutzenkriterien sind
möglichst über ökonomische Zusammenhänge zu instrumentalisieren.
Die Sensibilität auf Seiten der Akteure dazu ist vorhanden (z. B. im
Hinblick auf die mit dem Ressourceneinsatz und der Ressourcennutzung
zusammenhängenden Möglichkeiten der Effizienzsteigerung und ökologischen
Entlastung oder etwa Motivationsaspekte sozial ausgewogener
Arbeitsbedingungen). Insofern kann - so auch der Eindruck aus den
Unternehmensgesprächen - festgestellt werden, dass das Umdenken von der
Entsorgungs- zur Kreislaufwirtschaft beginnt. Jedoch fehlen noch genügende
Demonstrationsprojekte und Positivbeispiele, die bei den Unternehmen
Nachahmereffekte in breitem Maße auslösen.
Besondere Bedeutung kommt der überbetrieblichen
Vernetzung, sprich der
Bündelung von gleichartigen Stoffströmen und damit dem Handwerk mit einer
Vielzahl ähnlicher Betriebe mit gleichartigen Abfällen, zu. Die für die
beiden in der TechnologieRegion Karlsruhe betrachteten Stoffströme
relevanten Anwendungen im Handwerk unterscheiden sich nicht grundsätzlich
von denen in der Industrie (z. B. Fleischereien, Oberflächenbehandlung).
Daher wird das Screening von Stoffströmen derzeit mit einer vom Institut
für Technik der Betriebsführung (itb) durchgeführten Erhebung bei
Handwerksorganisationen und Betrieben in der Region fortgesetzt.
Zentrales Ziel des Projektes ist es, in beiden Modellregionen
entsprechende Vernetzungen zwischen den Betrieben soweit vorzubereiten, dass
diese danach in Eigenregie der Unternehmen umgesetzt werden können.
In der Region Mittleres Ruhrgebiet wurden Vernetzungen bereits
realisiert. Ein positives Beispiel aus dieser Region ist die Firma marus.
Ihr System zur Abnahme von Abwässern der Autowerkstätten trennt vor Ort
Wasser und Schlamm, Öle und Schadstoffe aus den Öl- und Benzinabscheidern,
statt den gesamten Tankinhalt zu entsorgen, wird das gesäuberte Wasser
wieder zurückgepumpt. Die Firmen sparen dieses Wasser somit ein
(Wassersparen), das sie sonst wieder frisch auffüllen müssten. Außerdem
kann marus mehrere Kunden bedienen, bevor sie mit dem Schlamm zurück zur
firmeneigenen Aufbereitungsanlage fahren (Wegeersparnis). Zusätzlich bietet
die Firma Wartungsarbeiten an den Anlagen an. Qualitätsmanagement und
Umweltmanagement bewegen sich aufeinander zu.
Möglicherweise wird es innerhalb der Projektlaufzeit auch zur
Realisierung von entsprechenden Vernetzungen in der TechnologieRegion
Karlsruhe kommen. Jedoch geht es für diese Region zunächst um die Analyse
der Bedingungen der Vernetzungen und um das Lernen anhand von Fallbeispielen, welche Fehler vermieden werden können.
Seit Juli 2001 liegt eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse vor.
Zu beziehen ist die Broschüre über das Fraunhofer Institut Systemtechnik
und Innovationsforschung. Kontakt: sch@isi.fhg.de
Ausserdem können Sie auf den Seiten von ARÖW zum Projekt noch über die
entstandenen Netzwerke nachlesen:
http://www.aroew.de/ger/02/abg/fa225.htm
zum
Projekt
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