... aber es lohnt sich für mich nicht. Wir haben nicht
genug Land.
Fabian
Wenn wir 400 Morgen Land hätten, würde ich Landwirtschaft studieren. So
lohnt es sich nicht. Ich mache unser Land und die Tiere im Nebenerwerb
weiter. So wie jetzt. Ziegen, Gänse, Schweine, Puten, Hühner, ein paar
Ammenkühe.
Frage
Hast Du schon eine Idee, was Du beruflich machen willst?
Fabian
Landschaftsgärtner. Da mache ich jetzt auch mein Praktikum.
Frage
Wenn Du Landwirt im Haupterwerb würdest, würdest Du Schweine mästen?
Fabian
Ja, das würde ich machen.
Frage
Du würdest dich auf Schweine spezialisieren.
Fabian
Nein, ich hätte natürlich Kühe. In erster Linie hätte ich Kühe.
Milchkühe, Ammenkühe, Bullenmast. Ich würde nur ein paar Schweine mästen,
vielleicht zwei- oder dreihundert.
Frage
Du versorgst insgesamt 110 Kleintiere neben der Schule her. Das ist ja
schon ein richtiger Nebenjob. Kannst du das Wissen, das du über die Tiere
und die Landbewirtschaftung hast, in der Schule einbringen?
Fabian
Nein, das fällt da eigentlich nicht auf.
Frage
Was sind deine liebsten Fächer?
Fabian
Biologie und Mathematik. Da lernt man was.
Fabian Bannenberg, 15 Jahre alt
Es gibt nicht nur die Höfe ohne Nachfolger oder Nachfolgerin, sondern
auch die Jugendlichen, die gerne Bauern werden wollten, aber keinen Hof
haben, zumindest keinen ausreichend großen. In den Augen vieler Landwirte
und Landfrauen müßte jungen Leuten heute die Lust am Beruf Landwirt
gründlich vergangen sein. BSE, MKS und vor allem die Agrarwende! Wer hat da
noch Spaß daran, Bauer oder Bäuerin zu sein!? Junge Leute geben diesen
Ereignissen aber gar keine so große Bedeutung. Sie sehen die Vorteile des
Berufs: Selbstbestimmtheit, Abwechslung, Verantwortung für ein Stück Land,
Zugang zu Natur, zum Lebendigen. Wenn man Jugendliche fragt, wollen sie
einen Mischbetrieb bewirtschaften. Wie bereits ihre Väter und Mütter, lieben
sie die Kühe, manche stellen sich auch Sauen vor. Sie scheinen auf jeden
Fall einen Hof vor Augen zu haben, auf dem Tiere ihre Aufmerksamkeit
brauchen. |