|
Die intensive wirtschaftliche Nutzung natürlicher Ressourcen hat im
Industrialisierungsprozess zu hohen Belastungen der Ökosysteme und des
Menschen geführt. Die ökonomisch und technisch überaus
erfolgreiche Industrialisierung kann damit ihre eigene Basis und die
Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen gefährden
Wirtschaft und Gesellschaft stehen vor einer neuen Herausforderung: Es
gilt, das gesellschaftliche Streben nach Wohlfahrt und Sicherheit besser
in Einklang zu bringen mit der Erhaltung der natürlichen Grundlagen des
Wirtschaftens und der Wahrung der Regenerationsfähigkeit der
Landschaften. Auf diese gemeinsame Entwicklungsaufgabe haben sich
die Konferenzstaaten in Rio 1992 unter dem Begriff sustainable development
(nachhaltige zukunftsfähige Entwicklung) verständigt.
Neue Denkansätze sind erforderlich, um in engem Schulterschluss zwischen
Wissenschaft und Praxis Strategien für eine zukunftsfähige Lebens- und
Wirtschaftsweise zu entwickeln und anwendungsnah auszugestalten.
Wirtschaft und Gesellschaft müssen wieder als Teil der sie umgebenden
Natur gesehen werden. Nachhaltiges Wirtschaften kann nur dann erreicht
werden, wenn die natürlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen
Teilsysteme jeweils ein dynamisches Gleichgewicht finden und interne bzw.
externe Veränderungen selbstregulierend auszugleichen vermögen.
Ökonomischer Strukturwandel braucht für seine Tragfähigkeit
gesellschaftliche Akzeptanz. Anstrengungen zur ökologischen
Regenerierung sind auf Dauer nur dann aussichtsreich, wenn sie zugleich
die wirtschaftliche und gesellschaftliche Leistungsfähigkeit wahren und
entwickeln. >Diese Entwicklungsaufgabe kann nicht gelöst werden durch
die einfache Begrenzung wirtschaftlichen Handelns oder Rückkehr zu
traditionellen, weniger intensiven Produktions- und
Wirtschaftsformen. Es gilt vielmehr, das Zukunftsziel eines
nachhaltigen, dauerhaft umweltgerechten Wirtschaftens zum treibenden Motor
für Innovationsprozesse in der Wirtschaft und in der Gesellschaft zu
machen. >Mit der Bekanntmachung der Förderinitiative
"Modellprojekte für nachhaltiges Wirtschaften - Innovation durch
Umweltvorsorge" im Herbst 1997 hat das Bundesministerium für Bildung
und Forschung (BMBF) die
Grundlage für eine Forschung geschaffen, die sich auf die Analyse dieser
treibenden Kräfte konzentrieren und das Zusammenspiel zwischen
Wissenschaft und Praxis am Beispiel vorhandener Pilotvorhaben erproben
bzw. demonstrieren soll. >Das übergeordnete Ziel ist es, das Wissen
über aussichtsreiche soziale und wirtschaftliche Innovationen für
nachhaltiges Wirtschaften zu verbessern, die Wirkungen im Hinblick auf die
Entlastung der Umwelt, auf das soziale System und die Wirtschaft
abzuschätzen, hemmende und fördernde Bedingungen der Diffusion
innovativer Beispiele zu erkennen und möglichst gut übertragbare
Konzepte für nachhaltiges Wirtschaften vorzuschlagen
Ausgeschrieben wurden folgende drei Leitthemen:
-
Regionale Ansätze nachhaltigen Wirtschaftens
-
Konzepte für nachhaltiges Wirtschaften in ausgewählten
Bedürfnisfeldern
-
Wege zu nachhaltigen Konsummustern
Rahmenkonzept
Modellprojekte für nachhaltiges Wirtschaften (pdf: 67kb) |
|