Struktur und Umsetzung des Leitthemas

Das Thema ermöglicht zahlreiche Zugänge, die im Rahmen eines für das BMBF durchgeführten Workshops ausgearbeitet wurden und in der nachfolgenden Grafik dargestellt sind'. Die Darstellung enthält drei Ebenen. Im inneren Kern konzentriert sich der regionale Zugang. Der erste Kreis betrifft die Basis eines jeden Forschungsvorhabens. Im äußeren Kreis sind schließlich die Zugänge oder Dimensionen dargestellt, die als mögliche Einstiege, Schwerpunkte, Forschungsthemen verstanden werden können.

Nach: "Umsetzung von regionalem Wirtschaften - Überblick über den Stand der Forschung und vorrangige Forschungsthemen", Ergebnisbericht des im Auftrag des BMBF durchgeführten Expertenworkshops Regionale Ansätze nachhaltigen Wirtschaftens, Helge Majer, Ulm 1997

Folgende Fragen sind damit verbunden:

  1. Soziale Ressourcen /Potentiale (Humanpotentiale) 
    Welche Besonderheiten zeichnen Menschen und (soziale) Infrastruktur in der Region aus, die einen besonderen Entwicklungsweg begründen könnten (REG 04 und REG 12)?
  2. Akteure (Betroffene, Umsetzer, Forscher)/ Schlüsselakteure 
    Welche Akteure und welche Schlüsselakteure (Kernakteure) gibt es in der Region? Wie lassen sie sich empirisch beschreiben?
  3. Netzwerke 
    Wie stellt sich das Verhältnis zwischen den Handelnden, den Organisatoren und den Beobachtern dar? Welche Art von Beziehungen verknüpfen welche Akteure miteinander? Welche Rolle spielen Veränderungen der Netzwerkdynamik (REG 01A/B, REG 02)?
  4. Stoffstromanalyse 
    Wie lassen sich die Beziehungen zwischen den Akteuren eines Netzwerks durch Stoff- und Energieströme darstellen? Welche wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Probleme und Möglichkeiten ergeben sich daraus (REG 05, REG 06, REG 08, REG 09)?
  5. Finanzstromanalyse 
    Wie lassen sich die Beziehungen zwischen den Akteuren eines Netzwerks (und Oberhaupt der Region) durch Finanzströme (Geld- und Kreditströme) darstellen? Welche Funktionen des Geldes sind relevant für nachhaltige Wirtschaftsweisen? Welche wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Probleme und Möglichkeiten ergeben sich daraus?
  6. Wettbewerb/Kooperation 
    Wettbewerb ist ein wichtiges Lenkungsmittel. Wie verhält sich Wettbewerb zu regionaler Nachhaltigkeit? Gibt es ein Dreieck Wettbewerb-Nachhaltigkeit-Innovation (REG 1 l)?
  7. Startbedingungen für regionale Nachhaltigkeit 
    Wer oder was löst regionale Nachhaltigkeitsaktivitäten aus?
  8. Umsetzungsbedingungen auf Basis der Analyse der Potentiale der Region 
    Welche spezifischen regionalen Potentiale sorgen dafür, dass der Umsetzungsprozess für nachhaltiges Wirtschaften günstig verläuft (REG 10)?
  9. Optionen und Hemmnisse / Realisierungsfähigkeit und Handlungsoptionen 
    Welche Faktoren fördern, welche hemmen die Umsetzung von nachhaltigem Wirtschaften? Inwieweit können Visionen verwirklicht werden? Welche echten Handlungsoptionen gibt es (KON 01)?
  10. Lernprozesse und Kompetenzen 
    Wie verändern Lernprozesse Netzwerke? Inwieweit können Innovationen in Technik, Verhalten, Institutionen als Lernprozesse beschrieben werden? Welche Rolle spielen regionale Kompetenzen (REG 03)?
  11. Verteilungswirkungen 
    Sind die Veränderungen von Ökologie und Ökonomie in der Region gerecht?
  12. Diffusionsstrategie (Übertragbarkeit) 
    Wie breitet sich Neues in einer Region aus? Sind die Ergebnisse aus einer Region auf andere übertragbar und weiche Voraussetzungen müssen hierfür vorliegen?
 
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Stand: 06.03.03