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Nachhaltige Entwicklung ist aus ökonomischer Sicht kein neues Prinzip. Für
den homo oeconomicus gilt dieser Grundsatz schon länger als integraler
Bestandteil vernünftigen, wirtschaftlichen Handelns, das seit jeher den
effizienten Umgang mit knappen Gütern und Ressourcenschonung zum Ziel hat,
um die Basis wirtschaftlicher Tätigkeit zu erhalten.
Das Leitbild der Nachhaltigkeit ist in neuester Zeit weiterentwickelt
worden, indem es neben der Ökonomie ökologische und soziale Aspekte
einschließt. Dies beruht auf der Erkenntnis, dass einerseits ein hohes Maß
an Umweltschutz nur auf der Basis einer wettbewerbsfähigen und
erfolgreichen Wirtschaft erreicht werden kann, andererseits nur ein
effizienter Umweltschutz langfristig die natürlichen Ressourcen für eine
prosperierende Volkswirtschaft und damit soziale, gerechte und gesunde
Lebensbedingungen für die Menschen sichert.
Voraussetzung ist eine moderne, innovative und hochtechnisierte
Wirtschaft mit motivierten Arbeitskräften, die ihrerseits die Grundlage
bildet für neue produktionsintegrierte Technologien und neue Produkte,
Verfahren und Dienstleistungen. Die Weiterentwicklung emissionsarmer
Technologien in der Energiewirtschaft wie auch die Optimierung von
Stoffeinsatz und Verfahrenstechniken tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen,
Umweltschädigungen zu vermindern und so die natürlichen Lebensgrundlagen
für jetzige und zukünftige Generationen zu bewahren. Gleichzeitig helfen
sie, Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten.
Die Umsetzung des Gedankens der Nachhaltigkeit ist nicht nur Aufgabe der
Wirtschaft. Nichtregierungsorganisationen, Politik und die Verwaltung auf
nationaler und kommunaler Ebene müssen an der Gestaltung des
Agenda-21-Prozesses mitwirken. Das Programm "Regionale Modellprojekte
für nachhaltiges Wirtschaften" kann Bürgern, Kommunen, Städten und
Unternehmen wertvolle Impulse liefern, die Idee der Nachhaltigkeit in die
Praxis umzusetzen.
erschienen in PilotRegion Nr. 2, Januar 2001, Pressedienst der Förderinitiative
(zu beziehen über das ISOE)
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