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Dr. Thomas Sterr vom IUWA-Institut in Heidelberg stellte ein Projekt zum
Stoffstrommanagement im Rhein-Neckar-Raum vor, bei dem ein solches
Netzwerk mit Hilfe eines Vereins erreicht wurde. In dieser
Arbeitsgemeinschaft für Umweltmanagement erörtern Vertreter
unterschiedlicher Mitgliedsunternehmen gemeinsam Umweltthemen. Dieser
Verein war der Ort für wachsendes Vertrauen zwischen den Beteiligten und hat
als Kommunikationsdrehscheibe auch ein regionales Verwertungsnetz für
Abfälle angestossen: Mit Hilfe der Software Abfallmanager, die
nach gemeinsamer Anpassung verschiedene interessierte Betriebe der Region
anwenden, werden die für den Umgang mit Abfällen und Reststoffen relevanten
Daten gesammelt, durch die Wissenschaftler von IUWA ausgewertet und anderen
Betrieben in der Region zur Verfügung gestellt. Sterr betonte, dass der
Abfallmanager auch aufgrund seiner Synergieeffekte hinsichtlich
Rechtssicherheit oder Umweltmanagementzertifizierungen heute in allen
projektbeteiligten Firmen eingesetzt wird. Dies zeige, dass die Software
die Erwartungen der Praxis tatsächlich erfülle.
Eine industrielle Stoffkreislaufwirtschaft zwischen Unternehmen führt in
vielen Fällen zu erheblichen ökonomisch-ökologischen Vorteilen, die jedoch
unternehmensautonom kaum ausgeschöpft werden können, so fasst Sterr die
Erfahrungen zusammen. Vor Beginn des Modellprojektes gab es in der Region
keinen gemeinsamen Tisch und damit auch niemanden, der daraus erwachsende
Synergieeffekte systematisch hätte identifizieren können. Erst die
vertrauensbasierte branchenübergreifende Zusammenarbeit zwischen den
Betrieben in der regionalen Arbeitsgemeinschaft für Umweltmanagement
erlaubte es, diese Gewinne zu verwirklichen. 
Thomas Sterr erläutert das Verwertungsnetzwerk im Rhein-Neckar-Raum
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