Erfahrungsaustausch für die weitere Arbeit in den
Modellprojekten
am 10. und 11. Mai 2001 in Kassel - 2. Workshop
Problem:
Anders als für disziplinäre Wissenschaft existieren für
eine disziplinübergreifende bzw. transdisziplinäre Forschung nur wenig
Maßstäbe, was "gute" Forschung ist. In der disziplinären
Forschung läßt sich die Güte von Forschungsvorhaben erfolgreich sichern:
So gibt es in den verschiedenen Fachdisziplinen Qualitätskriterien, die in
der Fachausbildung vermittelt werden, und außerdem eine funktionierende
soziale Kontrolle durch die scientific community.
Im Bereich von inter- und transdisziplinärer Forschung
existiert eine solche Fachgemeinschaft aber nicht. Auch gibt es keine
universitäre Ausbildung zum fachübergreifenden Experten. Und die
Qualitätsmaßstäbe aus den Einzeldisziplinen lassen sich nur beschränkt
anwenden.
In der Vergangenheit wurde teilweise mit Gutachtergremien
und Programmbeiräten versucht, zur Qualitätssicherung beizutragen. Diese
führen aber - ebenso wie eine externe Evaluation - nicht aus der
Schwierigkeit: Denn je nach dem subjektiven Erfahrungshintergrund werden von
den Einzelnen unterschiedlichste Kriterien angewendet; z.B. wird sich dann
auf fachwissenschaftliche Exzellenz von Teilprojekten oder auf die
praktische Umsetzbarkeit beschränkt; sich widersprechende und z.T. nicht
adäquate Einschätzungen der Forschungstätigkeit könnten die Folge sein.
Wie läßt sich angesichts dieser Situation eine gute
Nachhaltigkeitsforschung durchführen? Bilden sich Maßstäbe für die
eigentliche, innovative Qualität und für den Erfolg bei der Arbeit in den
Modellprojekten aus?
Lösung:
Der zweite gemeinsame Workshop diente vor allem dazu, die gewonnen
Erfahrungen aus der transdisziplinären Forschung untereinander
auszutauschen. Dabei galt es, an den thematischen Interessen der
teilnehmenden Forscher/-innen anzusetzen, und die Selbstreflexion
projektübergreifend zu ermöglichen. Die gemeinsame Reflexion der
Forschungstätigkeit erfolgte in parallel tagenden und moderierten
Arbeitsgruppen. (Themen). Im Anschluß an einen
Vortrag, der den Stand der nachhaltigkeitsorientierten Innovationsforschung
zusammenfassend darstellte, haben die Modellprojekte am zweiten Tag die
Anforderungen zusammengetragen und diskutiert, die für
die wissenschaftliche Qualitätssicherung in der Nachhaltigkeitsforschung
als relevant angesehen werden.
Auswertung durch die Teilnehmenden:
Sowohl am Ende des ersten als auch nach dem zweiten Workshop-Tag haben
die Teilnehmer/-innen in Form einer Ein-Punkt-Abfrage den Erfog des
Workshops bewertet. Danach ist der gegenseitige Erfahrungsaustausch in
mittlerem bis hohem Maße gelungen.
Programm (pdf 14 kb) -
Themen - Anforderungen -
zwei Eindrücke (Photos - längere Ladezeit):
Workshop-Tag 1:  |
Workshop-Tag 2:  |
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