Kooperationen – Aktivierung von Zusammenarbeit und Kohärenz

 

 

Zu diesem Thema wurden drei Thesen erarbeitet und empirisch belegt:

Kooperationen für nachhaltiges Wirtschaften brauchen die Initiative von außen. Kooperationen können durch einen anerkannten und neutralen Akteur initiiert und stabilisiert werden.

In den meisten Modellprojekten wurden Kooperationen durch Forscher­Innen gestiftet. Aber es wurde mehrheitlich betont, dass Wissenschaftler­Innen nur bedingt als dauerhafte Koordinatoren von Kooperationen geeignet sind. Ihre Funktion sollte eher auf das Initiieren und ihre Tätigkeit auf den Entstehungsprozess begrenzt sein, da sie in der Regel interessens- aber nicht wertneutral sind. Es hat sich exemplarisch gezeigt, dass ModeratorInnen oder andere intermediäre Vermittlungen den Erfolg einer Zusammenarbeit vergrößern und die ForscherInnen entlasten können.

Kooperationen für nachhaltiges Wirtschaften müssen besonderen Anforderungen genügen.

Es sollte vor allem in der Anfangsphase ein neutraler Intermediär (wie z.B. eine Forschergruppe) unterstützend tätig sein; alle betroffenen Akteure müssen einbezogen werden; alle beteiligten Akteure müssen am Nutzen der Kooperation partizipieren können und durch die Kooperation müssen Nachhaltigkeitsziele besser erreicht werden können als unter anderen Konstellationen.

Kooperationen für nachhaltiges Wirtschaften verlaufen als Lernprozesse.

Geht man beispielsweise davon aus, dass der Anlass für Kooperationen in ökonomischen Motiven zu finden ist, so können sich durch die Zusammenarbeit weitere gemeinsame Themenbereiche identifizieren lassen, die ein „erweitertes Verständnis“ von Wirtschaften erfordern; nicht mehr alleine ökonomische Gesichtspunkte stehen dann im Vordergrund, sondern ebenso soziale und ökologische Aspekte. So kann sich aus einem Leitbild von Nachhaltigkeit, das ökonomisch verengt ist und z.B. auf ökonomischen Gewinn durch die angemessene Berücksichtigung von natürlichen und gesellschaftlichen Bedingungen abzielt, ein verändertes Nachhaltigkeitsverständnis entwickeln und so eine neue, gemeinsame Rationalität entstehen, in der Wirtschaft, Gesellschaft und Natur als gleichermaßen wichtige Ausgangsdimensionen anerkannt werden.

Workshop Mai 2002  
 
Suche Inhalt News Regionen-
karte
Modell-
projekte
Synthese-
projekt
Nachhaltiges
Wirtschaften
Home

    copyright by ISOE
Webmaster: krautter@isoe.de
Stand: 06.03.03