Konzept für die Modellregion Hunsrück

Für die Erprobungsphase wurden folgende drei Konzeptionen entwickelt: 

 

 

Das Kommunikations- und Lernkonzept richtet sich an die Akteure der ausgewählten Produktlinien, die Handlungsträger des regionalen Umfeldes und die interessierten Verbraucher. Inhalt des Konzeptes ist die Durchführung von Kommunikations- und Lernprozessen entlang der Produktlinien mit dem Ziel der Regionalisierung. 

Mittels der Begleitung bzw. Organisation der Kommunikations- und Lernprozesse sollen die Fragestellungen des Forschungsvorhabens untersucht werden:

  •  Wie können regionale Akteure zur Regionalvermarktung motiviert werden? Welche Einflußfaktoren bestimmen deren Handlungsspielräume zur Umsetzung der Regionalvermarktung? 
  • Können im Rahmen von Kommunikations- und Lernprozessen die Handlungsspielräume der beteiligten Akteure erweitert werden? 

Zur Überprüfung dieser Fragestellungen sollen mittels verschiedener Methoden grundsätzlich folgende Inhalte in die Kommunikations- und Lernprozesse eingebracht werden 

  • Informationen über die individuellen Vorteile der Regionalvermarktung für die Akteure, 
  • Informationen über die regionalen Vorteile der Regionalvermarktung in Form von Informationen über die Koppelprodukte der jeweiligen regionalen Produktlinie und 
  • Informationen zu den Rahmenbedingungen der Regionalvermarktung, welche die situativen und sozialen Einflußfaktoren auf die Handlungsspielräume der Produktlinien-Akteure verändern sollen (z.B. durch den Erfahrungsaustausch mit erfolgreichen Regionalvermarktungsprojekten, Informationen zu finanziellen Fördermöglichkeiten von regionalen Kooperationen).

 

Das Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit richtet sich an die regionalen Akteure, die nicht aktiv an den Regionalisierungsprozessen beteiligt sind. Die Notwendigkeit der Öffentlichkeitsarbeit fußt auf der Beobachtung, daß der Erfolg der Regionalvermarktung vom regionalen Umfeld, dessen Akteuren und Netzwerken sowie dessen spezifischen Innovationsklimas abhängig ist. Darüber hinaus zählt zu den Akteuren des regionalen Umfeldes auch die große Gruppe der Verbraucher, die unmittelbar mit ihrer Kaufentscheidung über den Erfolg der Regionalvermarktung abstimmen. Daher ist es wichtig, die Kommunikations- und Lernprozesse möglichst transparent und offen zu gestalten und auch (neben den Foren) Rückkopplungsmöglichkeiten für die an den Prozessen nicht beteiligten Akteure des regionalen Umfeldes in die Prozesse zu schaffen. 

Inhalte, die mit dem Konzept vermittelt werden sollen, sind neben der 

  • Berichterstattung über den Verlauf der Regionalisierungsprozesse auch 
  • Informationen über die individuellen und regionalen Vorteile der Regionalvermarktung, um weitere Akteure für die Regionalvermarktung zu motivieren, sowie 
  • Informationen zu den regionalen Rahmenbedingungen, um auch bei den unbeteiligten Akteuren des Umfeldes, ein Bewußtsein für die hemmenden und fördernden Wirkungen dieser Bedingungen zu schaffen.

 

Mit Hilfe des Evaluierungskonzeptes sollen die Veränderungen von Motivationen, Handlungsspielräumen und -entscheidungen in den Lern- und Kommunikationsprozessen untersucht und dokumentiert werden. Darüber hinaus stellt es die Grundlage der kontinuierlichen Planung und Anpassung der Kommunikations- und Lernprozesse entlang der Produktlinien dar. Daher erfolgt seine Entwicklung und Ausgestaltung parallel zum Kommunikations- und Lernkonzept.

 

 
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Stand: 06.03.03